Hydrolyse

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Die Hydrolyse ist der erste Schritt der Biogasentstehung und verläuft in zwei Phasen:

„Hydrolysephase I“,
„Versäuerungsphase - Hydrolysephase II“,

Bevor die Substrate in den Fermenter eingebracht werden, werden sie in einen externen, luftdichten Hydrolysebehälter geleitet. Hier spalten Mikroorganismen die in den eingesetzten Rohstoffen enthaltenen langkettigen Moleküle wie bspw. Kohlenhydrate, Fette und Proteine in einem mehrstufigen Prozess schrittweise zu einfacheren Verbindungen auf.

Die beiden Phasen kann man auch als Vorversäuerung bezeichnen. Auf diese Art und Weise werden schwer vergärbare Substrate aufgeschlossen. Dabei können bis zu 25 % mehr Gasertrag gegenüber herkömmlichen Anlagen erzielt werden.

Ihre Vorteile im Überblick:

  • optimale Lebensbedingungen für die Mikroorganismen und dadurch Verbesserung der Stabilität im Fermenter
  • besserer Aufschluss schwer vergärbarer Inhaltsstoffe
  • höhere Biogasausbeute pro Tonne Biomasse
  • höhere Biogasmenge pro ha Anbaufläche
  • Einsatz von faserhaltigen und günstigen Biomassen
  • höhere Einnahmen und höherer Gewinn
  • geringere Verweildauer im Fermenter
  • höhere Faulraumbelastung wodurch wesentlich geringere Fermentergrößen erforderlich sind
  • Vermeidung von Schwimmdeckenbildungen und damit eine Senkung des Rührbedarfes
  • robust und unempfindlich  und somit  hohe Flexibilität bei den Einsatzstoffen

 

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